Industrie · IoT · M2M
Industrie- und IoT-Antennen für M2M-Terminals und Gateways
Antennen für Gateways, Sensorik, Fahrzeuge und eingebettete Geräte – nach Band, Montagefläche und Steckverbinder ausgewählt.
Dokumentierte Modelle
Produktbilder und technische Angaben beziehen sich jeweils auf das verlinkte Modell.
Industrielle IoT- und M2M-Geräte stellen Anforderungen, die sich von
Consumer-Anwendungen unterscheiden: begrenzter Einbauraum, metallische
Umgebung, Vibration, Temperaturbereich und oft jahrelanger
unbeaufsichtigter Betrieb. Die Antennenauswahl folgt deshalb der
Einbausituation — nicht dem dBi-Wert.
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Bauformen und wofür sie
geeignet sind
Eingebettete PCB-/FPC- und Patch-Antennen. Für
geschlossene Geräte ohne äußere Antenne. Sie brauchen im Layout Freiraum
und eine definierte Massefläche. Innerhalb metallischer Gehäuse
sind sie zu vermeiden, sofern das Gehäuse nicht HF-durchlässig
ist oder einen externen Antennenanschluss besitzt.
Stab- und Gummiantennen (extern). Für Geräte, die
einen äußeren Überstand zulassen — industrielle Gateways, Edge-Router,
temporäre Messstationen, tragbare Prüftechnik. Sie erreichen
typischerweise eine höhere Effizienz als PCB-Lösungen. Der Kompromiss
ist mechanisch: Stabantennen können in industriellen Umgebungen brechen,
und sie erhöhen die Bauhöhe des Geräts.
Magnetfuß-Antennen. Für temporäre oder mobile
Installationen, weil sie ohne Bohren, Verkabeln oder feste Montage
umpositioniert werden können. Typische Anwendungen: mobile Asset-Tracker
an Containern und Aufliegern, Umweltmessung auf Baustellen, temporäre
Konnektivität, Fahrzeug- und Flottentelematik.
Fiberglas-Rundstrahlantennen. Für Gateway-Knoten,
die Daten von vielen lokalen Sensoren sammeln. Eine erhöht montierte
Rundstrahlantenne erweitert den Versorgungsradius und reduziert die
Anzahl benötigter Gateway-Standorte. Typische Einsatzfelder sind
Landwirtschaft, Energie, Bergbau und Smart-City-Anwendungen.
Der
häufigste Fehler in der Praxis: die Massefläche
Magnetfuß-Antennen arbeiten über kapazitive Kopplung an eine
leitfähige Massefläche — üblicherweise die Metallfläche, auf der sie
haften. Auf nichtmetallischen Flächen wie
Fahrzeugaufbauten aus Kunststoff oder GFK sowie auf Kunststoffgehäusen
arbeitet eine Magnetfußantenne schlecht, sofern nicht
eine separate Massefläche in die Montagestelle integriert wird.
Ein erheblicher Teil der Leistungsprobleme im Feld lässt sich auf
eine unzureichend ausgeführte Massefläche zurückführen. Prüfen Sie
deshalb vor der Auswahl, welche Fläche an der Montagestelle tatsächlich
zur Verfügung steht.
Vibration und Steckverbinder
In Umgebungen mit Vibration — Fahrzeuge, AGV, Maschinen, Handscanner
— sind verriegelbare Steckverbinder vorzuziehen, etwa SMA mit
Rändelmutter. Vibrationsbedingte Kontaktunterbrechungen sind eine
typische Fehlerursache, die im Datenblatt nicht auftaucht.
Metallische Umgebungen
Fertigungshallen sind HF-feindlich: Maschinen, Regale, Förderanlagen
und automatisierte Fahrzeuge erzeugen starke Mehrwegeausbreitung und
Abschattung. In solchen Umgebungen ist die Antennenposition wichtiger
als der Gewinn, und eingebettete PCB-Antennen in Metallgehäusen führen
regelmäßig zu Ausfällen.
Auswahl in vier Schritten
- Frequenzbänder aller genutzten Funkdienste
bestätigen — ein Gerät mit mehreren Funkstandards braucht unter
Umständen mehrere separate Antennen. - Bauform und Montagefläche klären, einschließlich
verfügbarer Massefläche. - Steckverbinder festlegen, in Vibrationsumgebungen
verriegelbar. - Umgebungsbedingungen abgleichen: Temperatur,
Vibration, Schutzart, Außeneinsatz.
Dokumentierte Modelle
Magnetfuß 2,4 GHz — GL-DY016W-2400
Für Fahrzeug-, Gateway-, Schaltschrank- und temporäre
Funkinstallationen im 2,4-GHz-Band (WLAN, Bluetooth, Zigbee und weitere
ISM-Anwendungen).
| Auswahlmerkmal | Dokumentierter Wert |
|---|---|
| Frequenzbereich | 2400–2483,5 MHz |
| Gewinn | 3 dBi |
| VSWR | < 1.5 |
| Anschluss | SMA, männlich |
| Abmessungen | 29,4 × 121 mm |
| Montage | Magnetfuß |
| Betriebstemperatur | −40 bis +85 °C |
Magnetfuß
Mobilfunk-Breitband — GL-DY016
| Auswahlmerkmal | Dokumentierter Wert |
|---|---|
| Frequenzbereich | 698–2690 MHz |
| Anschluss | SMA, männlich |
| Montage | Magnetfuß |
Eingebettete
FPC-Antenne Mobilfunk — GLFPC01
Für eingebettete Funkgeräte, kompakte Gehäuse und interne
HF-Layouts.
| Auswahlmerkmal | Dokumentierter Wert |
|---|---|
| Frequenzbereich | 698–960 / 1710–2700 MHz |
| Polarisation | vertikal |
| VSWR | ≤ 2.0 |
| Anschluss | U.FL |
| Abmessungen | 70 × 20 × 2,5 mm |
Eingebettete
Patch-Antenne 2,4 GHz — GL-DY130
Für eingebettete 3G-, 4G-, 5G-, LTE-, IoT- und Router-Geräte mit
kompaktem Innenraum.
| Auswahlmerkmal | Dokumentierter Wert |
|---|---|
| Frequenzbereich | 2400–2500 MHz |
| Gewinn | 2,5 dBi |
| Polarisation | vertikal |
| VSWR | < 1.5 |
| Nennimpedanz | 50 Ω |
Eingebettete
Patch-Antenne Mobilfunk — GL-DY108
| Auswahlmerkmal | Dokumentierter Wert |
|---|---|
| Frequenzbereich | 700–960 / 1710–2700 MHz |
| Gewinn | 2,5 dBi (Zenith) |
| Bauform | Patch-Antenne für internen Einbau |
Die Angaben gelten jeweils nur für das genannte Modell. Felder, die
auf der jeweiligen Produktseite nicht dokumentiert sind, werden vor
Anfrage gesondert bestätigt.
Häufige Fragen
Kann ich eine Magnetfußantenne auf einem Kunststoffgehäuse
montieren?
Nicht ohne Weiteres. Die Magnetfußantenne benötigt
eine leitfähige Massefläche. Auf Kunststoff oder GFK muss eine separate
Massefläche vorgesehen werden, sonst sinkt die Leistung deutlich.
Warum funktioniert meine PCB-Antenne im Metallgehäuse
nicht?
Ein metallisches Gehäuse schirmt HF ab. Entweder muss
das Gehäuse HF-durchlässig sein, oder es braucht einen externen
Antennenanschluss.
Braucht ein Gerät mit WLAN und Mobilfunk zwei
Antennen?
In der Regel ja. Kombinationsantennen existieren,
aber jedes Element darin bleibt auf sein eigenes Band abgestimmt.
Welche Antenne für ein Gateway, das viele Sensoren
einsammelt?
Eine erhöht montierte Rundstrahlantenne. Zum
Zusammenhang zwischen Gewinn und vertikaler Abdeckung siehe Rundstrahlantenne
auswählen.
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