Ein sektorisierter Standort teilt die Rundumabdeckung auf mehrere gerichtete Antennen auf. Häufige Planungsbilder sind drei Sektoren mit ungefähr 120°, vier mit ungefähr 90° oder sechs mit ungefähr 65°. Diese Zahlen sind Ausgangspunkte, keine fertige Standortplanung.
Die richtige Aufteilung hängt von Nutzerverteilung, Kapazität, Frequenz, Interferenz, Montagehöhe, Gelände, Gebäuden und verfügbarer Funktechnik ab. Mehr Sektoren erhöhen nicht automatisch die Reichweite oder Qualität.
Drei typische Layouts
3×120°
Drei Panels werden rund um den Standort verteilt. Diese Konfiguration benötigt vergleichsweise wenig Antennen und Funkports und ist tolerant gegenüber kleinen Ausrichtungsabweichungen. Sie ist ein häufiger Startpunkt für gleichmäßig verteilte Flächen.
4×90°
Vier Sektoren können rechteckige Standorte oder vier Hauptkorridore besser abbilden. Gegenüber drei Sektoren steigen Hardware-, Verkabelungs- und Koordinationsaufwand.
6×65°
Sechs schmalere Sektoren erlauben mehr räumliche Trennung und potenziell mehr Kapazität. Dafür müssen Azimut, Überlappung, Funkressourcen und Handover genauer geplant werden. Ein kleiner Montagefehler wirkt stärker.
Nennwinkel und reale Abdeckung

Der veröffentlichte horizontale 3-dB-Winkel ist keine scharfe Kante. Außerhalb davon strahlt die Antenne weiter, nur schwächer. Nebenkeulen, Rückkeule, Gelände und Reflexionen verändern die Zellgrenze. Die Summe „Anzahl × Winkel = 360°“ beweist daher keine lückenlose Versorgung.


Überlappung und Lücken
Benachbarte Sektoren benötigen eine kontrollierte Überdeckung, damit an den Nahtstellen kein Loch entsteht. Zu viel Überdeckung erhöht dagegen gegenseitige Interferenz und kann die Sektortrennung verschlechtern. Einen festen Prozentwert sollte man nicht ohne Standortmodell und Messung übernehmen.
Vertikaler Öffnungswinkel und Downtilt
Auch die Elevationsebene ist entscheidend. Ein hoch montiertes Panel mit engem Vertikalstrahl kann nahe Nutzer überspringen. Mechanischer oder elektrischer Downtilt lenkt die Hauptkeule nach unten, muss aber zu Höhe, Entfernung und Gelände passen.
Polarisation und MIMO
Moderne Sektorpanels verwenden häufig zwei schräg polarisierte Pfade. Die benötigte Portzahl richtet sich nach Funkgerät und MIMO-Konfiguration. Polarisation, Ports, Kabel und Steckverbinder müssen als vollständige Kette abgestimmt sein.
Vorder-Rück-Verhältnis
Eine gute Rückunterdrückung reduziert Kopplung zu rückwärtigen Sektoren und unerwünschten Standorten. Prüfen Sie das Vorder-Rück-Verhältnis pro Band; ein einzelner Spitzenwert beschreibt nicht alle Frequenzen.
Indoor coverage
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Mechanische Anforderungen
Sektorantennen erzeugen Windlast. Mast, Halter, Schrauben, Korrosionsschutz, Radom, Kabelzugentlastung und Erdung gehören zur Auswahl. Bei Außenstandorten sind Wind, Eis, Temperatur und Blitzschutz zu prüfen.
Planungsablauf
- Nutzer, Gelände, Gebäude und Kapazitätszonen kartieren.
- Frequenzbänder und verfügbare Funkports festlegen.
- Sektorzahl aus Abdeckung und Kapazität ableiten.
- Horizontale und vertikale Diagramme vergleichen.
- Azimut, Höhe und Downtilt modellieren.
- Polarisation, Portzahl, Kabel und Stecker festlegen.
- Montage und Windlast prüfen.
- Nach Installation messen und Winkel korrigieren.
Weiterführende Ratgeber
Produktausführungen vergleichen
Vergleichen Sie das genaue Modell und seine veröffentlichten Daten, bevor Sie Muster oder ein Serienangebot anfragen. Änderungen an Stecker oder Kabel müssen für das gewählte Modell bestätigt werden.
| Modell | Frequenz | Gewinn | Anschluss | Datenblatt |
|---|---|---|---|---|
| GL-DY1727S46513 | 1710-2700 | 13 | 4×7/16DIN Female | |
| GL-DY2327S6515 | 2300-2700 | 15 dBi | — | |
| GL-DY2425V6517 | 2400-2500 | 17 | — | Modell ansehen |
| GL-DY3338S6515 | 3300-3800 | 15 dBi | — | |
| GL-DY7040VH7 | 698-960 / 1710-2700 / 3400-4000 | 6 / 7 / 8 | — |
Die Werte stammen aus den jeweiligen Produktdaten. Fehlt eine Einheit oder ein Wert, prüfen Sie vor der Festlegung des Bauteils das Datenblatt.
Vor der Bestellung
- Gleichen Sie alle benötigten Frequenzbänder ab; die Bezeichnung einer Produktfamilie allein reicht nicht aus.
- Prüfen Sie Steckertyp und Kontaktgeschlecht, Kabelführung, Bauraum und Geräteschnittstelle.
- Entnehmen Sie Prüfbedingungen und Einbaugrenzen dem Datenblatt des genauen Modells.
Standardmodell auswählen oder Änderung anfragen
Nennen Sie für eine Standardausführung Modell und Stückzahl. Beschreiben Sie bei Änderungen Frequenzband, Bauraum, Kabellänge und Stecker. Musterverfügbarkeit, Mindestmenge und Lieferbedingungen werden im Angebot bestätigt.
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